SUSE Cloud Application: So löst du das Dilemma zwischen Verkauf, Entwicklung und System-Administration

Das Dilemma zwischen Verkauf, Entwicklung und System-Administration

EntwicklerInnen stellen einen essenziellen Bestandteil und Erfolgsfaktor sehr vieler Betriebe dar, welche sich mit der Digitalisierung ihrer Prozesse und Absatzmärkte beschäftigen. Während in der herkömmlichen IT-Prozesskette die EntwicklerInnen noch sehr stark von den System- AdministratorInnenabhängig waren, findet heute ein starker Trend zur Umformung dieser Bereiche statt.

Die Bestrebungen gehen in die Richtung einer Emanzipation der EntwicklerInnen hinsichtlich der Nutzung der eigentlichen Infrastrukturkomponenten. Viele EntwicklerInnen-Teams mussten in der Vergangenheit auf die Bereitstellung von Basis-Komponenten (Compute, Network, Storage, Runtimes & Libraries) warten und wurden so in ihrem Schaffen gebremst oder gar behindert.

Im gleichen Atemzug verkürzten sich die generellen Produktions- und Entwicklungszyklen und die Product-Owner, das Marketing, der Verkauf, etc. pochten auf eine schnellere Markteinführung.

Ebenfalls stark betroffen von diesen generellen Veränderungen sind die System- AdministratorInnen Diese haben  heute Plattformen zu betreiben, welche sich wegen regelmässiger Deploys häufiger verändern sowie aufgrund der grösseren Nutzerbasis besser skalieren müssen. Zudemwird erwartet, dass die Plattformen rund um die Uhr verfügbar sind.

Werden diese auf den ersten Blick als gegensätzlich erscheinenden Anforderungen unterschiedlicher Interessensgruppen analysiert, zeigt sich, dass neue Paradigmen geschaffen werden müssen, um diesen Anforderungen gerecht zu werden. 

Diese lassen sich in etwa wie folgt zusammenfassen:

  • Verkauf/Vermarktung: schnelle Markteinführung, Agilität in Bezug auf Anforderungen
  • Entwicklung: flexible und sofortige Verfügbarkeit von Basis-Komponenten und Services
  • System-Administration: Skalierbarkeit, Ausfallsicherheit und in sich gekapselte Software-Lösungen, die ohne Seiteneffekte gepflegt und gewartet werden können

Im Verlauf der letzten Jahre hat die Innovationskraft in der IT dazu geführt, dass Lösungen geschaffen wurden, welche diese Anforderungen zu erfüllen vermögen. Sie können jedoch nur mit einem erheblichen Paradigmenwechsel ihr volles Potential entfalten und erfordern an vielen Ecken ein Umdenken.

Wie die SUSE Cloud Application Platform das scheinbare Dilemma zwischen Verkauf, Entwicklung und System-Administration löst, zeigen wir in diesem Blog-Post aus der Perspektive der EntwicklerInnen. 

Welche Probleme löst SUSE Cloud Application Platform?

Die aktuell am häufigsten eingesetzten Lösungen, um diesen neuen Anforderungen gerecht zu werden, basieren auf den Erkenntnissen, welche Google im Rahmen des Borg Projektes machte und später als unabhängiges Projekt unter der Bezeichnung Kubernetes als Open Source Projekt veröffentlichte.

Kubernetes ist eine von mehreren Middlewares, die Container orchestrieren können. Orchestration bezeichnet dabei den Ansatz, Kubernetes zu überlassen, wie ein gewünschter Status – etwa die Anzahl von Instanzen eines bestimmten Containers – zu erreichen ist. Dadurch, dass der Orchestrator dies dynamisch in Abhängigkeit von Last und Health-Aspekten der laufenden Instanzen bestimmt, ergibt ein komplett anderer Betriebsansatz, der andere Akzente und Schwerpunkte setzt, als dies traditionell der Fall wäre. Container selbst sind deutlich leichtgewichtiger als traditionelle VMs, nutzen dadurch Ressourcen viel effizienter aus und können mit weniger Aufwand bereitgestellt und gewartet werden.

Kubernetes ist bei weitem nicht die einzige Lösung, um Container im grösseren Stil zu betreiben – mit Mesos/Marathon, Docker Swarm und Hashicorp Nomad gibt es Produkte, welche ebenfalls in diesem Feld spielen und mit gewichtigen Vorteilen punkten können. Als “erster seiner Art” hat Kubernetes aber früh viele AnhängerInnen gefunden und gilt aktuell als erste Wahl, wenn es darum geht, Container Workloads in Betrieb zu nehmen.

Es gibt mittlerweile eine Vielzahl an Kubernetes-Angeboten auf dem Markt. Der Stack von SUSE erfreut sich aber insbesondere dank der nahtlosen Integration der Cloud Foundry Bestandteile sehr grosser Aufmerksamkeit.

SUSE Cloud Application Platform (SUSE CAP) kombiniert mit Kubernetes einerseits eine Lösung zum Orchestrieren/Verwalten von Containern und mit der Cloud Foundry Integration andererseits eine höchst effiziente Arbeitsumgebung für EntwicklerInnen.

Der kombinierte Technologie-Stack löst das Dilemma zwischen Verkauf/Entwicklung und System-Administration wie folgt:

  • Container: Mittels Kubernetes und CRI-O (oder wahlweise Docker) implementiert SUSE Cloud Application Platform eine Container Umgebung, mit der es möglich ist, Applikationen in sich gekapselt zu betreiben. Dadurch ergeben sich neue Wege in der Wartung und Pflege, sowie bei der Skalierung und der verbesserten Verfügbarkeit
    • Kubernetes kann Container im Fehlerfall innert Sekundenbruchteilen neu initiieren
    • Rollback auf den alten Stand ist bei einem gescheiterten Deployment einfach möglich
    • Aktualisierung einer Runtime oder einer Library hat keine Seiteneffekte auf andere Container
    • Provisionierung von Compute, Network und Storage kann durch den/die EntwicklerIn selbständig ausgelöst werden, wodurch sich die Abhängigkeit von den System AdministratorInnen reduzieren lässt
    • Besser Nutzung der vorhandenen Compute-Ressourcen
  • Cloud Foundry: Durch die Integration von Cloud Foundry in SUSE Cloud Application Platform wird eine Arbeitsumgebung geschaffen, mit der das DevOps Modell sehr einfach umsetzbar wird. EntwicklerInnen können sehr einfach Code in die Container-Umgebung deployen und mittels Automation aller Umsysteme eine zusammenhängenden Prozesskette (Pipeline) schaffen.Durch diese Prozesskette können die Markteinführung neuer Lösungen oder Anpassungen auf ein Minimum reduziert werden.

In folgendem Blogpost vertiefen wir, wie die einzelnen Bestandteile einzuordnen sind und wie sie genutzt werden, um ein erstes simples Projekt zu deployen.

Zum technischen Post

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Bald werden wir euch im Verlauf dieser Blogreihe noch tiefere Einblicke in die Möglichkeiten der SUSE Technologien und Tipps und Tricks für deren Anwendung in euerem Unternehmen geben.

Über Adfinis und Cloudical

Adfinis und Cloudical verbindet nicht nur technische Exzellenz, sondern auch das Bedürfnis neue Technologien schnellstmöglich zu verstehen, um ihren KundInnen bei deren Einführung unterstützend zur Seite zustehen. Cloudical und Adfinis sind unabhängige Unternehmen, gehören aber zum exklusiven Kreis der SUSE Platinum Partner. Bereits in der Vergangenheit haben sie gemeinsam verschiedene Projekte lanciert, um über die innovativen Lösungen von SUSE zu berichten. Während Adfinis in der Schweiz und in Holland ansässig ist, deckt Cloudical Deutschland und Polen ab. Adfinis und Cloudical wünscht euch viel Spass und ein lehrreiches Abenteuer mit unserer Blogreihe. Für weitere Auskünfte stehen wir sehr gerne zur Verfügung.